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Werner-von-Siemens-Gymnasium
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Weimar 2012

Kursfahrt nach Weimar (24.09. - 28.09.2012) (Deutsch-, Bio-, Kunst- und Erdkunde-LK)

 

Montag:

Nachdem wir mit dem Bus in Weimar angekommen waren, wurden wir im Hostel und in der Jugendherberge untergebracht. Anschließend nahmen wir in zwei Gruppen an einer Stadtführung teil, bei der wir einen Überblick vom Theater über die Anna-Amalia-Bibliothek, den Park an der Ilm, Goethes und Schillers Wohnhäuser, die Bauhausuniversität, den Friedhof und noch manches mehr bekamen. Hierbei gewannen wir auch einen ersten Gesamteindruck von Weimar. Die Häuser und Straßen der Innenstadt und die Allgegenwart Goethes und Schillers bringen einem die Zeit der Klassik auf eine gewisse Art näher. Auch war es bemerkenswert, festzustellen, dass selbst Drogeriemärkte und Kneipen sich der alten Tradition der Dichter und Denker verpflichtet zu fühlen scheinen, so warb eine Kneipe: „Das wahre Lebenselexier ist nur unser 1-Euro-Bier!“ Die Qualität bleibt zwar doch etwas hinter Goethe zurück, aber netter Versuch.

Den Abend verbrachten wir gemeinsam auf der Bowlingbahn im Weimarer Atrium (einem Einkaufszentrum in Form eines riesigen Betonquaders, welcher architektonisch in den höchsten Tönen gelobt wird).

 

Dienstag:

Der zweite Tag unserer Reise stand ganz im Zeichen der unvergessenen Klassiker Schiller und Goethe. Zuerst besuchten wir das Goethe-Nationalmuseum und das Goethe-Wohnhaus am Frauenplan und anschließend das Schiller-Wohnhaus, wo wir mit Führung und Audio-Guides Leben und Werk der Dichter – und in Goethes Fall auch seine große Sammlung von Bildern, Büsten, Porzellan, Karten, Gemmen, Büchern und anderem – nahe gebracht bekamen.

Am Abend besuchten wir die Vorstellung einer Schauspielerin im Gewölbekeller unter der Stadtbücherei. Das Programm bestand aus erzählerisch dargestellten Abschnitten der Leben von Goethe und Schiller sowie dramatisch vorgetragenen Balladen der beiden, die durch die Art des Vortrags selbst demjenigen noch neue Aspekte der Gedichte eröffneten, welcher sie schon oft gelesen hatte.

 

 

Mittwoch:

Wir besuchten morgens die Anna-Amalia-Bibliothek, wo wir den Barocksaal bestaunen konnten und wiederum über Videos und Audio-Guides Informationen zur Geschichte der Sammlung und zu wichtigen Persönlichkeiten bekamen – und über den Brand, der erst vor wenigen Jahren die Bibliothek heimgesucht hatte und unter anderem fast sämtliche originale Mozart-Noten vernichtet hatte.

Nach einiger Freizeit, die ich persönlich zu einem längeren Spaziergang im Ilmpark nutzte, trafen wir uns wieder, um das Bauhausmuseum zu besichtigen, wo wir bei einer Führung Fakten hören und gleichzeitig Möbel, Hausentwürfe und Spielzeuge aus der Anfangszeit des Bauhauses betrachten konnten.

In den Abendstunden gingen wir alle gemeinsam beim Italiener essen.

 

Donnerstag:

Alle unsere Kurse trafen sich morgens am Bahnhof, von wo wir mit dem Bus auf den Ettersberg zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald fuhren. Dort hörten wir in einem Informationsfilm und einer anschließenden Führung über das Gelände über die schrecklichen Geschehnisse der NS-Zeit, die sich genau dort abgespielt hatten, wo wir nun gingen, aber auch über die spätere Behandlung der Gedenkstätte zu DDR-Zeiten und heute.

Nachdem wir am Denkmal Blumen niedergelegt hatten, fuhren wir, in Gedanken noch immer bei dem gerade Gehörten, zurück in die Stadt, wo uns nur wenig Zeit blieb, um uns geistig umzustellen und zu essen, ehe wir ins Theater gingen und eine – wie sich herausstellte etwas eigenwillige – Inszenierung von Shakespeares „Wintermärchen“ sahen.

 

Freitag:

Am Tag unserer Abreise wurden wir wieder vom Bus abgeholt, der uns zurück nach Berlin fuhr, vorher jedoch machten wir noch einen Zwischenhalt am Schloss Belvedere bei Weimar, durch dessen prunkvolle Räume uns wieder einmal ein Audio-Guide geleitete.

Vor dem Schloss schossen wir auch noch das obligatorische Gruppenphoto. Dann aßen wir im kleinen Ausflugslokal mit beschränkter Speisenauswahl, dafür aber umso besserer Aussicht, ehe es endgültig wieder Richtung Berlin ging.

 

 

Insgesamt hatten wir auf der Fahrt viel Freizeit, in der wir die Stadt in Kleingruppen erkunden und die vielen Restaurants, so unser Geldbeutel es zuließ, ausprobieren konnten (wir hatten nämlich keine Vollpension). Die Gruppenaktivitäten fanden teils mit allen gemeinsam, teils aber auch nach Kursen getrennt statt.

 

Hannah Göing, J12 (2012/2013)