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Werner-von-Siemens-Gymnasium
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Oper sucht Klasse - 2014

Oper sucht Klasse: Musikalisch überzeugende Siemens-Schüler

Oper

Mittwochmorgen, 8.10 Uhr, Probebühne 2 der Komischen Oper – die Siemens-Schüler singen sich unter Marion Wulfs Leitung ein und gehen die beiden Songs aus der „Westside-Story“ nochmal durch, die sie dann ab 11 Uhr  in der Show auf der großen Bühne vor einer Jury aus drei Profis und fünf Schülern und vor großem Publikum vortragen werden.

Die Stimmung ist gut, denn seit der vierstündigen Generalprobe vor zwei Tagen wissen wir, dass wir eine reelle Chance haben, als Sieger aus diesem Casting hervorzugehen. Wir hatten insbesondere mit unserem Vortrag des Pflichtstücks „Tonight“ in der Generalprobe auch die anderen Klassen beeindruckt. Nur die Choreografie für unser Wahlstück „America“ bereitet uns Kopfzerbrechen – wir kennen sie erst seit einer Woche und haben in der Generalprobe die wirkungsvoll vorgetragenen Choreografien der anderen Klassen gesehen. Bis zuletzt werden hier noch  Verbesserungsvorschläge erwogen, aber dann doch verworfen, weil uns einfach die Zeit für eine präzise Probe fehlt.

Nachdem der Moderator Christoph Späth das Publikum charmant und launig  über den Anlass für die Show informiert hat und die fünf Schüler-Juroren auf ihre Plätze gebeten hat, nehmen auch die drei professionellen Mitglieder der Jury Platz: Philipp Bröking (Operndirektor der Komischen Oper), Adam Benzwi (musikalischer Leiter des Studiengangs Musical/Show der UdK Berlin) und Agnes Deflou (Programmdirektion Unterhaltung bei RTL)

Die Reihenfolge der Auftritte wird ausgelost und nun wird es ernst für die Teilnehmer. Während die Schüler aus dem Parkett hinter die Bühne laufen, wird  jede Schule in liebevoll gestalteten Einspielfilmen porträtiert, die bei den Proben entstanden sind (verantwortlich: Frieder Aurin).

Wir sind als vorletzte Gruppe  mit dem Pflichtstück dran und singen richtig gut. Auch der Applaus ist riesig – unsere Fans lassen uns nicht im Stich, vielen Dank an Euch, Klasse 8c und 9c!! Die Schüler der Gustav-Freytag Schule, die vor uns dran waren, haben eine recht gute Wertung bekommen und wir rechnen nun mit einem ähnlich  guten Ergebnis. Aber zu unserer  Überraschung bekommen wir deutlich weniger Punkte. Das löst Betroffenheit und auch etwas Enttäuschung aus, denn gerade „Tonight“ war ja eigentlich unser Erfolgsstück. Aus der  ersten Runde geht die Gustav-Freytag-Schule als Gewinner hervor,  dahinter liegen mit gleicher Punktzahl Siemens- und Arndt-Schule. Auch in der zweiten Runde geben wir wieder unser Bestes, wieder singen wir richtig gut, aber die Bühnenpräsenz der Gustav-Freytag-Schule ist einfach am mitreißendsten und so werden sie mit deutlichem Abstand vor allen anderen Klassen die Gewinner.

Auch wenn wir zuletzt ein bisschen enttäuscht sind, dass wir nun doch nicht die Gewinner-Klasse geworden sind, haben wir als Gruppe einen riesigen Schritt gemacht, denn wir haben stundenlange, sehr präzise Proben an einem „echten“ Ort unter der strengen Leitung unserer Regisseurin Jasmina Hadziahmetovic und der Inspizientin Sabine Franz mit viel Disziplin und Stehvermögen gemeistert. Dabei haben wir alle gemeinsam Verantwortung für den Erfolg übernommen, denn wir haben gemerkt, dass auch allen beteiligten Profis der Komischen Oper sehr viel an dem Gelingen dieses Schul-Projekts liegt, obwohl man damit wahrscheinlich nicht in die Schlagzeilen des Feuilletons kommt. Diese Ernsthaftigkeit und Begeisterung ist auf uns übergesprungen - dafür ein riesiges Dankeschön an Anne-Kathrin Ostrop und Lena Böhm, die beiden kreativen Erfinderinnen dieses Projekts, und alle aus dem Team der Komischen Oper!

Noch am gleichen Abend gibt es dann eine schöne Überraschung: In der „Abendschau“  des rbb  und in den KIKA-Nachrichten „logo“ wird über das Projekt „Oper sucht Klasse“ berichtet. Wir sind sogar in beiden Sendungen zu sehen. Mit den Worten „ aber die Konkurrenz ist ganz schön stark“ leitet die Sprecherin bei „logo“ von den kleinen Interviews mit den Gewinnern über zu einem Ausschnitt aus unserem zweiten Auftritt mit dem Wahlstück „America“, gefilmt von ganz oben. Dass gerade unser Auftritt ausgewählt wurde, um die Qualität der Konkurrenz zu verdeutlichen, empfinden wir als großes und verdientes  Lob, auf das wir stolz sind!

Imke Fischbeck / 23.1.2014