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Werner-von-Siemens-Gymnasium
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Arbeitsreisen für Bühnenprojekte

Die Gunst der Umstände bescherte unserer Schule Ende der neunziger Jahre das "Hinterland" der Bühne, bis dahin Musikraum der Tewsschule, und eine Reihe weiterer Klassenräume im Erd- und Kellergeschoß der Grundschule. Nun ist es möglich Requisiten und Bühnenbild bleibend so zu stellen, wie sie für die Probenarbeit und bei den Aufführungen gebraucht werden, es entfällt das sonst unvermeidbare tägliche Abräumen und Wiederaufbauen!

Schnelle Wechsel in der Fächervielfalt und die Begrenztheit der Schul- oder Schuldoppelstunde verhindern im Schüleralltag gründliches Erfassen der Musik- oder Schauspielliteratur bei der Ensemble-Arbeit. Herr Kobin fand den Ausweg und schließlich auch schulinternes Verständnis für regelmäßige Chorreisen; sie führten in immer wieder anderen Gebieten Deutschlands in Quartiere (Jugendherbergen), die Übungsraum und Flügel boten und den Ensemble-Kontakt mehrere Tage hindurch entwickeln halfen.

Derartige Vorhaben setzen die Bereitschaft aller Beteiligten voraus, viel Freizeit zu investieren und private Interessen zurückzustellen. Die Ergebnisse solcher Reisen, die ein verlängertes Wochenende in Anspruch nehmen und im Programm möglichst auch einen Beitrag beim örtlichen Gottesdienst vorsehen, überzeugten bald alle Skeptiker. Frau Meister war von ihren Fächern her (Englisch, Erdkunde) keineswegs "genötigt", Herrn Kobin bei seiner Chorreise als Betreuerin der Mädchen zu begleiten, und doch wurde sie in dieser Funktion für die weiteren Reisen sozusagen Ensemblemitglied.

Erst im Sich-Engagieren erwachsen Erfolg und Freude an der gemeinsamen Sache. So bekamen die Chorreisen während der neunziger Jahre schnell erfolgreiche Nachahmer. Inzwischen reist nicht nur der große Chor (die Großen); auch der kleine Chor (die "Kleinen"); das Orchester und das Darstellende Spiel nutzen Arbeitsreisen, um intensiv proben, den Teamgeist pflegen, das Zusammenspiel bestmöglich fördern und den Anspruch empfinden zu können, den man in künstlerischer Arbeit an sich selbst richten muß. In den neunziger Jahren wurde qualitativ und quantitativ "für die Aula" viel geleistet!