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Werner-von-Siemens-Gymnasium
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Schülercafé

Als im Frühjahr 1985 die Empfehlungen des sogenannten Klima-Ausschusses (Lehrer, Eltern, Schüler) Wege wiesen, um das innerschulische Leben aus seiner atmosphärischen Krise zu befreien, legte Ute Gintrowski (Abi 1987) in einem Klassenaufsatz überzeugend dar, wie ein im Schulgebäude von Schülern eingerichtetes und betriebenes Schülereafe nicht nur als ein entspannender Ort der Begegnung aller am Schulleben Beteiligten fungieren könne, sondern zugleich ermögliche, daß die dort verantwortlich tätigen Schüler vielerlei für das praktische Leben lernenkönnten (Vertragsabschlüsse mit Lieferfirmen, Kalkulation, gewinnorientiertes Wirtschaften, vielerlei verantwortliche Alltagsarbeiten für die Gemeinschaft u.a.m.).

Utes Klasse verwendete die Osterferien, um einen alten Kellerraum "auszumisten"; zu streichen und mit Möbelspenden attraktiv einzurichten. Das Bezirksamt half durch alle erforderlichen Installationsarbeiten. Wie im vorigen Beispiel, so zeigte sich auch hier, daß die engagierte persönliche Bereitschaft der Schüler aus der Gründergeneration unersetzbar war.

Als dieser Jahrgang nach seinem Abitur die Schule verließ, blieb die gute Idee allein zurück. Erst nach einiger Zeit erweckten Holger Haenecke, Henrik Brumm, Clemens Elbing, Florian Knies, Michael Lang (alle Abi 1993) diese Idee in veränderter Form wieder. Ihre "Oldie Bar" wurde zum glanzvollen Begriff des seinerzeitigen Schullebens.

Aber nach ihrem Abitur wiederholte sich das bekannte Problem und konnte auch in weiteren Neuansätzen nicht bewältigt werden. Schließlich nahm sich die GEV unter Leitung von Frau Mahling-Hanslmeier Ende der neunziger Jahre intensiv dieses Problems an, um es dauerhafter zu lösen. Zu dieser Zeit bewirtschaftete wieder ein Schülertrio (Arndt Focke, Vincent Mattstedt, Sebastian Raeder - alle Abi 2001) besonders verdienstvoll das Schülercafé, und wie alle ihre Vorgänger überwiesen sie regelmäßig die erarbeiteten Überschüsse an den Freundeskreis. GEV, Schulleiter und Schüler wollten endlich das Schülercafé de facto und symbolisch aus dem Keller heben und als von Eltern und Schülern betriebene Cafeteria ebenerdig im Schulgebäude gleich an der Zufahrt Wasgenstraße (in den früheren Räumen der Vorschule) einrichten.

Viele und langwierige Verhandlungen mit Finanz-, Schul- und Bauamt und vor allem monatelanges Mithandanlegen in der Freizeit waren erforderlich, bevor sozusagen sich nach 15 Jahren der Traum von einst verwirklichen ließ.

Noch vor Beginn der Sommerferien 2000 konnte das Schmuckstück seiner Bestimmung übergeben werden und lädt nun in Freistunden und Pausen fast professionell zum Verweilen, Erholen und Gespräch ein.