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Werner-von-Siemens-Gymnasium
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Das Pantheon

Ob ich schon mal in Rom war? Oh ja... Wann?

Vor fast genau drei Jahren, denk ich. Auch im Herbst. In Berlin fror es schon, als es dort noch spätsommerlich warm war. Die Nächte saßen wir auf der Spanischen Treppe, lutschten Eis und ließen die Italiener an uns vorbeitreiben. Wir fühlten uns so eingeboren und erwachsen unserem letzten Schuljahr auf dieser "Studienfahrt" nach Rom. Es war wie auf der Straße tanzen! Wir tobten durch die engen Gassen und diskutierten über Freiheit, die Päpste, die Zukunft, Michelangelo ... und wohl auch über Liebe ... (An dieser Stelle unterbrechen wir kurz, ehe der Autor zu privat wird!). Wir standen im Pantheon und meinten so was wie "sphärische" Stille zu vernehmen. Durch das große, runde Loch in der Kuppel fiel die Sonne scheinwerferartig in den Tempel und machte einen Fleck auf den Mamor. So viele Menschen auch drinnen waren, in der Kühle der Götter schwiegen selbst die Kinder. Nicht nur alle Götter waren hier andächtig vereinigt, sondern auch ein ganzer Geschichte-Leistungskurs aus Berlin-Zehlendorf.

Selbst heute noch, wo doch ein gut‘ Stück Zeit vergangen ist, glaub ich, das Schweigen von damals hören zu können aus dem Herbst vor meinem Abi...

Philipp Enger (Abi 88)

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