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Werner-von-Siemens-Gymnasium
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Die Rede, die nicht gehalten wurde

Liebe Festgemeinde,
 
die heutige Namengebung hat viele Bedeutungen für uns Schüler. Einerseits widerfährt uns die große Ehre, die bemerkenswerte Tradition des WSRG (Werner-Siemens-Realgymnasium) fortsetzen zu dürfen. Besonders stolz sind wir darauf, daß diese Schule auf dem Gebiete der Schülermitverantwortung bahnbrechend war.
Neben dieser Ehre erwächst uns natürlich auch eine Verpflichtung. Sie heißt: Wir müssen würdige Nachfolger dieser Schüler des WSRG werden, die uns in so vielen Dingen vorbildlich vorangingen. In diesem Sinne wollen wir uns also verhalten und hoffen, bei einer gewissen Nachsicht vor unseren Lehrern, Ehemaligen und Eltern bestehen zu können. Vielen Dank!
 
Diese Worte sollte und wollte ich nach einer ersten Verabredung anläßlich der Umbenennung sprechen. Ich tat es trotzdem nicht. Warum? Unsere SMV (Schülermitverantwortung) beschloß (zu Recht), auf die Rede ihres Vorsitzenden zu verzichten, da bereits sechs Herren zu Wort kommen wollten (und kamen). - Der Direktor sprach in seiner Funktion ja auch für Lehrer und Schüler.
 
Doch einige Herren, denen man auf Befragen diese Argumente vorlegte, zeigten sich wenig überzeugt davon. "Aha", dachten sie wohl, "die jungen Spunte wollten ihrem Sprecher Arbeit ersparen". "Arbeit ersparen?" Unsere SMV hat immer wieder viele Nachmittage bereitwillig geopfert; wir tagen ja nicht nur in der Schule, sondern sind in den überregionalen Vereinigungen sehr aktiv vertreten, wie z. B. im Berliner Schülerparlament und vor allem in der Schülerarbeitsgemeinschaft Zehlendorf. Ein Ergebnis unserer Tätigkeit ist allen sichtbar geworden: das erste "Werner-von-Siemens-Gespräch', eine Podiumsdiskussion am 16. Juni, die ganz allein von unserer SMV vorbereitet und organisiert worden war. Sechs politisch engagierte Herren diskutierten über Fragen des 17. Juni. Thema: "Hemmt oder fördert der Gedenktag des 17. Juni die deutsche Wiedervereinigung?" Unter anderem konnten wir Bezirksbürgermeister i. R. Wilhelm Dumstrey, Stadtrat Jäger und Dr. Richter, den Leiter der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, begrüßen.
 
In dieser Richtung wollen wir weiterwirken und bitten um die Unterstützung aller.
 
Dieter Flämig (SMV-Vorsitzender)