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Werner-von-Siemens-Gymnasium
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Seine politische Einstellung

Die politische Einstellung Werner von Siemens wurde schon seinen Vater geprägt, der eine nationale und liberale Gesinnung hatte. Von ihm übernahm er die Ansicht, daß Preußen der geeignete Staat in Deutschland und der einzige Ankergrund für die Wünsche deutscher Patrioten sei, trotz der traurigen politischen Zustände,die dort damals herrschten. Er sah im Staat Friedrich des Großen den künftigen Retter aus der Not.

Diese Hoffnung veranlaßte Siemens in preußische Dienste zu gehen, wodurch die Zuversicht auf eine künftige Erhebung Deutschlands durch Preußen in ihm stets lebendig blieb. Daher wurde er 1848 von der nationalen deutschen Bewegung mit unwiderstehlicher Gewalt ergriffen, was ihn veranlaßte nach Kiel zu gehen, um dort (mit Preußen) für Deutschlands Einheit und Größe zu kämpfen. Als diese Bewegung scheiterte, ergriff alle deutsche Patrioten Mutlosigkeit. Um 1860 schloß er sich dem Nationalverein an. Diese liberale Partei wechselte später ihren Namen in "deutsche Fortschrittspartei".

1862 nahm er seine Wahl zum Abgeordneten an. Die preußische Regierung wollte eine Reorganisation der Heeresverfassung durchführen, mit der eine Verdoppelung des Heeres und eine entsprechende Vergrößerung des Militärbudgets gemeint waren. Die preußischen Abgeordneten hielten ees allerdings mit ihrer Pflicht nicht für vereinbar, der preußischen Staatskasse diese neue Militärlast aufzubürden. Werner von Siemens fiel es besonders schwer, gegen den Willen des Monarchen zu stimmen, da er seinen alten Glauben an den Auftrag des preußischen Staates immer noch ein wenig aufrecht erhielt.

Steffi Wolff (11c - 1992)