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Werner-von-Siemens-Gymnasium
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Schulspezifische Rahmenbedingungen

Geschichte
Die Wurzeln des Werner-von-Siemens-Gymnasiums reichen bis in das Jahr 1908, als es zunächst als Privatschule Nikolassee in der Von-Luck-Straße gegründet wurde.
Nach Ende der Kriegswirren  wurde 1947  dort die „Malwida-von-Meysenbug-Oberschule für Mädchen“ für die Klassenstufen 1-12 mit 600 Schülern eingerichtet.  1964 bezog diese Schule  die heutigen Räumlichkeiten in der Beskidenstraße und wurde 1967 in „Werner-von-Siemens-Oberschule (Gymnasium)“ umbenannt.

Lage
Die Schule liegt im grünen Südwesten Berlins in der Nähe des Schlachtensees zwischen Potsdamer Chaussee und Spanischer Allee in Zehlendorf, gut erreichbar angebunden durch zwei S-Bahn- und zwei Buslinien.

Schüler und Lehrer
In den letzten Jahren besuchen ca. 1100 Schülerinnen und Schüler unser Gymnasium, ca. die Hälfte davon Mädchen bzw. Jungen.
Das Kollegium besteht aus ca. 90 Lehrern, deren Durchschnittsalter knapp 50 Jahre beträgt.
Diese personelle Ausstattung unserer Schule ermöglicht zur Zeit eine vollständige und fachgerechte Absicherung des Unterrichtes. In einigen Fachbereichen ist zwar die vorhandene Maximalkapazität nahezu ausgeschöpft, besonders in den Fremdsprachen und Naturwissenschaften ist die Lehrerausstattung durchgängig gut. Weitere pädagogische und sonstige Kräfte (z.B. Laborwarte, Medienwarte) stehen trotz steigender Anforderungen nicht zur Verfügung.

Schulgebäude und Ausstattung
Unsere Schule verfügt trotz  räumlicher Enge über eine Vielzahl von Fachräumen, die jedoch nicht alle Fachbereiche abdecken und deren Ausstattung aufgrund höherer Klassenfrequenzen und den durch die Einführung neuer Curricula gestiegenen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Durch umfangreiche Spenden der Eltern und außerordentliches Engagement von Lehrern (Montage und Wartung) ist die Ausstattung mit IT-Technik (Rechner, Monitore, DVD- und Videogeräte, Beamer und Internetanschlüsse in jedem Raum) zeitgemäß und partiell als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Unterrichts-  und Fachräume werden zunehmend mit interaktiven Smartboards ausgestattet. Einige naturwissenschaftliche Fachräume wurden im Jahr 2010 modernisiert und vollständig neu ausgestattet. Dadurch sind insbesondere Schülerexperimente und moderne Unterrichtsmethoden möglich. Die restlichen naturwissenschaftlichen Fachräume sollen im Jahr 2011 renoviert werden. Es besteht allerdings weiterhin Handlungsbedarf  bei der Ausstattung von Fachräumen anderer Fachbereiche sowie von Klassenräumen.

Organisations- und Leitungsstruktur
Seit dem Jahr 2004 wird ein Team von vier Kollegen in die erweiterte Schulleitung gewählt, das sich mit der Schulprogrammentwicklung und Profilbildung der Schule beschäftigt.

Zu besonderen Schwerpunkten der Schulentwicklung werden Steuergruppen bestehend aus Schülern, Eltern und Lehrern eingerichtet.

Die Fach(bereichs)leitungen haben im Zusammenhang mit

  • der Binnendifferenzierung im Fachunterricht („Fördern und Fordern“)
  • der Erfassung der Lernausgangslage in Klasse 7
  • den veränderten Prüfungsmodalitäten (MSA, Zentralabitur etc.)
  • der Ausgestaltung der fachbezogenen Curricula im Hinblick auf die geforderte Kompetenzentwicklung
  • der Organisation fachübergreifenden Arbeitens auf der Grundlage eines gemeinsam erarbeiteten Methodencurriculums

einen hohen Stellenwert.

Schulstruktur und Unterrichtsangebot
Das Siemens-Gymnasium entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten von der Dreizügig- zur Fünfzügigkeit und bietet drei in Klassenstufe 7 beginnende Züge mit Abiturprüfungen nach 12 Jahren an (letzter Abiturjahrgang mit 13 Schuljahren im Sommer 2012).

Außerdem bieten wir seit 1993 zwei mit Klassenstufe  5 beginnende Schnellläuferklassen an, die die Abiturprüfung nach 11 Jahren ablegen. Dieses bisher als Schulversuch angebotene Modell wird ab Schuljahr 2011/2012 in modifizierter Form regulär fortgeführt. Weiterhin werden begabte und hochbegabte Schüler besonders gefördert, jedoch ohne das 8. Schuljahr zu überspringen. In sogenannten Schnelllernerklassen wird der Fachinhalt schneller vermittelt, die dadurch gewonnene Zeit steht für Vertiefungsangebote zur Verfügung.     
Alle Schüler legen damit in Zukunft nach 12 Schuljahren das Abitur ab.

Die Schüler der Schnelllernerklassen haben die Fremdsprachenfolge Englisch-Französisch,
die Schüler der neuen 7. Klassen können alternativ die Sprachenfolge Englisch-Spanisch wählen. Im Rahmen des Wahlpflichtfachangebotes kann zwischen den Fremdsprachen Spanisch, Französisch, Latein (Latinum), Chinesisch sowie den drei Naturwissenschaften (fächerübergreifend) gewählt werden. Ab Klassenstufe 10 stehen auch Russisch, Informatik, Philosophie, Mathematik, Astronomie, Erdkunde, Wirtschaft, Musik und Kunst zur Wahl. Zur Vorbereitung auf das Kurssystem wird das Fach Darstellendes Spiel im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft angeboten.

Akzente des schulischen Angebotes
Neben den regulären Unterrichtsangeboten, wie sie auch an anderen Gymnasien zu finden sind, ist unsere Schule darüber hinaus geprägt durch eine Vielzahl von Initiativen und Aktivitäten, die von engagierten Kollegen ins Leben gerufen wurden und teilweise über eine lange Tradition verfügen.

Vom Schnellläufer zum Schnelllerner

Das Profil des Siemens-Gymnasiums wird seit 1993 durch die Beteiligung am Schulversuch  „Individualisierung des gymnasialen Bildungsganges“, einem Angebot für besonders begabte Schüler, mit geprägt. Wegen der allgemein früheren Einschulung und der Verkürzung der Oberstufe am Gymnasium wurde dieser Bildungsgang zu sogenannten Schnelllernerklassen weiterentwickelt. Bei diesem Modell der Begabtenförderung wird die 8. Klasse nicht mehr übersprungen, dennoch wird der reguläre Stoff in einer um ca. 5 Wochenstunden geringeren Stundenzahl vermittelt. In der gewonnenen Zeit absolvieren die Schüler zusätzliche wissenschaftspropädeutische Begabtenkurse aus unterschiedlichen Aufgabenfeldern.

Soziales Lernen
Im Rahmen unserer  pädagogischen Arbeit haben wir seit dem Jahr 2000 für die Klassen 5 und 7 eine zusätzliche Wochenstunde, die Klassenratsstunde, eingerichtet, die der sozialen Integration unserer  Eingangsklassen dient. Darüber hinaus werden unsere neuen Schüler in den ersten Monaten durch Klassenpaten betreut. In manchmal nicht vermeidbaren Konfliktfällen besteht die Möglichkeit, Beratung und Mediation in Anspruch zu nehmen.

Eigenverantwortliches Arbeiten
Seit 2003 beteiligte sich unser Gymnasium am Projekt „Pädagogische Schulentwicklung“.
Als Modellschule erweiterten wir mit diesem Projekt  die Kultur des Unterrichtens. Jetzt ist die Vermittlung von Methodenkompetenz, Kommunikations- und Teamfähigkeit fester Bestandteil im Unterricht.  Die Lernwerkstatt ist fest im Jahresplan der einzelnen Klassenstufen verankert. Der Fachbereich Englisch arbeitet mit dem Selbstlernzentrum der FU zusammen.

Fremdsprachen

Unsere Schule unterbreitet ein vielfältiges Fremdsprachenangebot.
Alle Schüler lernen Englisch als erste Fremdsprache und Französisch oder Spanisch als zweite Fremdsprache. Sprachinteressierte können Chinesisch, Französisch, Latein oder Spanisch als dritte Fremdsprache und Russisch als vierte Fremdsprache wählen.
Eine Vielzahl von Schülern unsere Schule nimmt an Projekten und Wettbewerben teil, wie zum Beispiel dem schulinternen Englischwettbewerb oder dem „Prix des Lycéens“.

Internationale Kontakte prägen unser Schulleben.

Wir haben Partnerschulen im Ausland und führen Austauschfahrten durch mit England (Odiham), Frankreich (Caen), Spanien (Salamanca), China (Peking), Russland (Omsk, Reutov/Moskauer Gebiet) und den USA (Manchester).
In der Sekundarstufe II finden Studienfahrten in den englisch-, französisch- oder spanischsprachigen Raum statt.

Förderung der Naturwissenschaften
Zur Förderung des Interesses an den Naturwissenschaften und der Vertiefung der Kompetenzen der Schüler nimmt unsere Schule am BLK-Programm „Sinus Transfer“ teil. Wir kooperieren außerdem mit den Fachbereichen Physik, Chemie, Biologie und Mathematik der TU und FU Berlin. Bereits ab Klasse 5 werden regelmäßig Schülerlabore, Vorträge und Experimentalausstellungen besucht. In der Oberstufe besuchen Schüler Laborpraktika und belegen Vorlesungen. Die hier erbrachten Leistungen können in die Abiturprüfung (Facharbeit) oder als Übungsscheine in das spätere Studium eingebracht werden.

Außerunterrichtliche Aktivitäten

Das schulische Leben wird durch ein großes musisches Angebot – zwei Chöre, zwei Orchester und die SiemensJazzband – bereichert. Gleichermaßen bieten wir vielfältige frequenzabhängige Arbeitsgemeinschaften an wie zum Beispiel: Bienen-AG, Mediation, Fußball, Rudern, Basketball, Volleyball, Informatik-AG (von Eltern angeboten). Hinzu kommt ein breit gefächertes Angebot von Arbeitsgemeinschaften, die Schüler leiten.

Konzerte, Theater und Schulgalerie
Als Besonderheit unserer Schule hat sich ein vielfältiges kulturelles Leben mit regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen etabliert, das sich durch hohe künstlerische Qualität und Kontinuität auszeichnet (zwei sehr große Chöre, zwei Orchester und drei jahrgangsgebundene Theatergruppen, einmal jährlich stattfindender Schulgaleriewettbewerb).

Betriebspraktikum
Unsere Schule ist seit langen bemüht, die Schüler für die Berufswelt außerhalb der Schule zu interessieren bzw. zu sensibilisieren. Daher gibt es schon seit vielen Jahren ein  Betriebspraktikum für Schüler unserer Schule.
Ein Betriebspraktikum hilft den Schülern, Einblicke in die Wirtschafts-, Arbeits-, Berufswelt zu gewinnen und sich selbst in neuen Umgebungen zu beweisen. Da die Rückmeldungen, die wir von den Schülern und Praktikumsstellen erhalten haben, überwältigend positiv waren und auch immer noch sind, wurde die Teilnahme an dem Betriebspraktikum vor 3 Jahren für unsere Schüler verpflichtend gemacht. Derzeit findet das Praktikum noch in der 10. Klasse statt. Auf Grund der großen zeitlichen Belastungen in den 10. Klassen wird das Praktikum ab dem Schuljahr 2012/13 in die 9. Klasse vorverlegt.

Engagement der Eltern
Unser Schulklima ist geprägt durch eine enge Einbindung der Eltern in das schulische Leben. Dies zeigt sich einerseits im Betrieb der Cafeteria sowie andererseits in vielfältigen Aktivitäten der GEV und des Freundeskreises des Siemens-Gymnasiums: Ausstattung von Fachräumen, Anschaffung von Medien (Smartboards, Whiteboards etc.) und naturwissenschaftlichen Geräten, Aufbau einer Schülerbibliothek, Gestaltung der Eingangshalle, Einrichtung des Mediationsraumes, Beschaffung von Ruderbooten, Unterstützung unserer Musik- und Theateraktivitäten. Das breite Engagement der Elternschaft wird nicht zuletzt in den häufigen Renovierungsaktionen von Klassenräumen deutlich.

Kooperation mit außerschulischen Institutionen
Um den Entwicklungsprozess der Jugendlichen in einzelnen Fällen gezielter unterstützen zu können, verstärkt das Siemens-Gymnasium zunehmend die Kontakte zu bezirklichen und überbezirklichen Stellen wie zum Beispiel: Schulpsychologischer Dienst, Jugendamt, Kinder- und Jugendgesundheitsdienst etc. Im Rahmen der notwendigen Präventionsmaßnahmen gegen Mobbing, Gewalt und Drogenmissbrauch wird das Angebot der Senatsschulverwaltung/Lisum, der Berliner Polizei sowie externer Veranstalter (Arena Berlin) in Anspruch genommen. In diesem Zusammenhang finden auch regelmäßige schulinterne Fortbildungen statt.